Gemeinsame Zukunftsvision

Berlin und Brandenburg gehören in vielen Bereichen schon heute untrennbar zusammen – sei es in wirtschaftlichen, kulturellen, wissenschaftlichen oder touristischen Belangen. Die Diskussion um eine gemeinsame Zukunftsvision ist deshalb umso mehr notwendig, als auch in Zukunft wichtige Herausforderungen für die Region zu verkraften sein werden.

Ein gemeinsames Land Berlin-Brandenburg hätte vielfältige Vorteile diese Herausforderungen zu meistern.

Mit rund 6 Millionen Einwohnern wäre es das fünft größte Bundesland in Deutschland und hätte allein schon dadurch einen großen Stellenwert in bundespolitischen Entscheidungen. Europapolitisch gesehen übernimmt Berlin-Brandenburg zum Neumitglied Polen und zum gesamten osteuropäischen Raum schon jetzt eine wichtige Brückenfunktion. Mit koordinierter Steuerung wäre es im europäischen Wettbewerb der Regionen konkurrenz- und leistungsfähiger und könnte die Chancen der Erweiterung optimal nutzen.
Gezieltere Wirtschaftsförderung gibt Entwicklungsimpulse in den ländlichen Raum – dies setzt dem Konkurrenzkampf der beiden Länder um wirtschaftliche Ansiedlungen und dem Abwanderungstrend hin zum Ballungsraum Berlin ein Ende. Langfristig eingesparte Mittel für doppelte Regierungs- und Verwaltungsstrukturen könnten diesen Prozess weiter unterstützen.

Die wissenschaftliche und kulturelle Vielfalt der Region könnte in einem Land besser vernetzt sein und Synergieeffekte nutzen – Kultur und Wissenschaft wären nicht nur auf große Zentren beschränkt. Es bestünde die Möglichkeit das vielfältige Angebot der Metropole auch in strukturschwache Gebiete zu transferieren. Die Attraktivität des Landes wäre auch außerhalb der Ballungszentren gegeben und könnte so der Entvölkerung abgelegenerer Regionen entgegenwirken.
Die historische Einheit der Region wäre wiederhergestellt und das Land könnte seine alten Tugenden für die Anforderungen einer modernen Gesellschaft weiterentwickeln.